Standort

»In a way, I am, fundamentally, a product of the momentous transformation that reshaped the trajectory of Eastern Europe after the fall of the Iron Curtain and the breakup of the Soviet Union. Born in 1982 at the Soviet periphery, my first relatively articulate memory of radical change is firmly associated with the August 1991 abortive coup in Moscow (the Scorpions’ Wind of Change is still, incidentally, one of my favorite songs)… Although, obviously, too young to process these events in any politically meaningful way, I distinctly remember the confused and mixed feelings of danger and exhilaration that I experienced at the time. I also had the chance to be part of the literally first generation of Moldovan schoolchildren which were educated – starting with September 1, 1989, a date which symbolically marked the switch from the Cyrillic to the Latin alphabet for my native Romanian in still Soviet Moldova – in an atmosphere of increasing liberalization and pluralism, despite the inherent limits of the post-Soviet transition marked by the nationalizing tendencies and material deprivation of the 1990s. Perhaps the most (trans)formative experience of all – that is, for me, inextricably linked to the spirit of 1989 at its best – was my privilege to become a part of the cosmopolitan and diverse community of the Central European University during the greater part of the 2000s, when optimism about the prospects of building a truly open society in Central Europe seemed much better than they appear today. That city of Budapest – with a thriving international student body, a seemingly limitless openness to change and to the wider world, and a welcoming and friendly attitude toward the ‘Other’ – will forever remain a part of my identity. It was also the closest approximation of the ‘ideal West’ I could imagine when I first left my native country, in 2001. I never felt something similar so strongly again as when I came to Jena last year, as a fellow of the Imre Kertész Kolleg.«

Andrei Cusco aus Chișinău

Mit dem Eichplatz verfügt Jena über den perfekten Standort für das Zukunftszentrum: zentral gelegen, mit bewegter Transformationsgeschichte und bis heute Sinnbild für Demokratie und Bürger:innenbeteiligung. Die Realisierung des Zukunftszentrums bis 2028 passt perfekt in die Planungen für Jenas wichtigstes Stadtentwicklungsgebiet. Darüber hinaus sind die gesamte Stadt und Region immer eine Reise wert und bieten ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld.

@Stadt Jena, Foto: Steffen Walther

Ob mit der Bahn, per Flugzeug oder mit dem Auto –Jena ist gut erreichbar. Jährlich zieht es mehrere Hunderttausend nationale sowie internationale Gäste in die „Lichtstadt“, und in den zurückliegenden 20 Jahren ist die die Einwohnerzahl gestiegen. Jena zieht an – und der Standort für das Zukunftszentrum liegt mittendrin.

Eichplatz: Die Zukunft ins Zentrum!

380 Meter vom Bahnhof Paradies, nur 150 Meter vom Verkehrsknotenpunkt Holzmarkt entfernt, Rathaus, JenTower und Universität in unmittelbarer Nähe – zentraler geht es nicht. Auf dem Eichplatz wird das Zukunftszentrum mitten im pulsierenden Herzen der Stadt verortet. Nicht von ungefähr ist der Platz auch als „Zentraler Platz“, wie er bis 1979 offiziell hieß, nach wie vor im Bewusstsein der Bürger:innen. Seinen heute wieder genutzten Namen „Eichplatz“ erhielt er im Jahr 1816 wegen einer in der Mitte des Platzes gepflanzten Friedenseiche, die den Bezug zu den Freiheitsbewegungen des 19. Jahrhunderts herstellte. Die Farben der deutschen Bundesflagge – Schwarz, Rot, Gold – stammen aus Jena.

Die Transformationsgeschichte des Ortes spiegelt sich nicht nur im Namen. Der Platz entstand im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht durch einen Brand, der 1806 ausbrach. Bis 1969 existierte er trotz starker Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg in seiner ursprünglichen Form. Als Folge eines Beschlusses des Ministerrats der DDR wurden bis in die 1970er Jahre weite Teile der historischen Innenstadt sowie zahlreiche Gebäude um den Eichplatz herum abgerissen und ein neues Zentrum mit Universitätshochhaus, dem heutigen JenTower, errichtet. Der Platz selbst diente als Aufmarschplatz für große Kundgebungen oder Massenveranstaltungen. In der Wendezeit war der Eichplatz Hauptschauplatz der friedlichen Revolution. Hier versammelte sich die Bürgerbewegung 1989/90 zu zahlreichen Demonstrationen und veranstaltete Foren mit bis zu 40.000 Menschen.

Der Eichplatz ist bis heute ein Kristallisationspunkt demokratischer Auseinandersetzung, Sinnbild für Transformation und kooperative Stadtentwicklung mit aktiver Bürger:innenbeteiligung. Jahrzehntelang wurde um die Gestaltung des Areals gerungen und gestritten, vier Planverfahren scheiterten. Aus dieser Erfahrung heraus entschied sich die Stadt 2015 für einen umfangreichen Bürgerbeteiligungsprozess. Der städtebauliche Rahmenplan für das Eichplatzareal ist das Ergebnis eines Werkstatt- und Beteiligungsverfahrens. Mittlerweile wird der erste Bauabschnitt realisiert – das Zukunftszentrum fügt sich perfekt in die weiteren Planungen ein und kann bis 2028 hier realisiert werden.

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@Stadt Jena, Foto: Steffen Walther

Jena: Immer eine Reise wert!

Den jährlich angestrebten eine Million Gästen und den 200 zukünftigen Mitarbeiter:innen des Zukunftszentrum bietet Jena ein attraktives Gesamtpaket. Die Saale-Stadt, eingebettet in grüner Natur zwischen Muschelkalkhängen, ist mit ihren rund 110.000 Bewohner:innen die zweitgrößte Stadt in Thüringen.

Ob auf den Spuren von Hegel, Fichte, Schiller oder Goethe wandeln, im dienstältesten Planetarium der Welt nach den Sternen greifen, große Werke der internationalen Kunst bestaunen, regionale Produkte auf dem Wochenmarkt entdecken oder bei einem Fußballspiel des FC Carl Zeiss mitfiebern – all das und noch viel mehr kann man in Jena erleben. Eine auf kurzen Wegen erreichbare reizvolle und abwechslungsreiche Umgebung im Saaletal lädt außerdem zu Erholung fernab von Stadt und Alltag ein – zu Fuß, auf dem Rad oder mit dem Kanu.

Die „Lichtstadt Jena“ zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität, ein hohes Bildungsniveau und durch ein vielfältiges Angebot an Kultur- und Freizeitaktivitäten aus.

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