Ein offenes Haus

»Wir haben viel diskutiert, wie eine Zukunft ohne Mauer aussehen könnte. Ein geeintes Deutschland war nicht meine präferierte Idee, mit großem Enthusiasmus habe ich mir eine bessere, weltoffenere und freiere DDR vorgestellt. Sehr schnell wurde das Schulsystem auf westdeutsche Standards umgestellt, meine Abiturzeit habe ich als chaotisch in Erinnerung. Nach dem Abi tat sich plötzlich die ganze Palette der Möglichkeiten auf, da musste man sich orientieren und entscheiden.«

Claudia Zohm aus Weimar, geboren 1974 in der DDR, war am 9 November 1989 Im Orchesterlager

Im Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Jena wird Wandel als gestaltbare Transformation erlebbar. Hier werden aus einer europäischen Perspektive Kompetenzen und Fähigkeiten zur aktiven Gestaltung der Herausforderungen unserer Zukunft vermittelt werden.

Jena ist ein Ort, an dem die sozialen und wirtschaftlichen Erschütterungen und Verwerfungen, die der friedlichen Revolution 1989 überall in Ostdeutschland und Osteuropa folgten, deutlich erfahrbar waren und sind. Mit dem zukunftszentrum wird auf eine einzigartige Art und Weise zeigen, welche Voraussetzungen und Entscheidungen, demokratische Prozesse und Resilienzen es für eine erfolgreiche Bewältigung großer Umbrüche braucht.

Das Zukunftszentrum In Jena ist ein offener Ort, ein „Bürger:innenhaus“ des gemeinsamen und grenzüberschreitenden Erinnerns, Forschens, Diskutierens und Ausprobierens. Ein für alle leicht zugängliches Haus, in dem über vergangene und zukünftige Transformationen nachgedacht, erzählt und gestritten wird, in dem Ideen entwickelt und Wissen und Fähigkeiten ausgetauscht und praktisch ausprobiert werden. Ein Ort, der von den Grundsätzen der Gegenseitigkeit, Durchlässigkeit und Verständlichkeit geprägt ist.

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